Ursachen des Klimawandels

Wir fahren mit dem Auto oder der Bahn zur Arbeit, verwenden Produkte, bei deren Herstellung Energie verbraucht wurde, und fliegen möglicherweise in den Urlaub. Unsere Wohnungen werden ebenso geheizt und beleuchtet wie Gemeindehäuser, Schulen und Einkaufszentren. Fast immer erzeugen wir dabei Treibhausgasemissionen.

Menschlicher Einfluss auf das Klima

Mit fortschreitender Industrialisierung, aber spätestens seit dem 19. Jahrhundert, beeinflussen die Menschen die Konzentration der Treibhausgase in der Atmosphäre. Menschliche Aktivitäten haben die Menge klimawirksamer Gase, allen voran Kohlendioxid, deutlich erhöht und tragen damit zur Erderwärmung bei. Insbesondere die Verbrennung fossiler Energieträger, also Kohle, Erdöl und Erdgas, und eine veränderte Landnutzung, z. B. durch Rodung von Wäldern, haben zu einem dramatischen Anstieg der atmosphärischen CO2-Konzentration geführt. Intensivierte Land- und Viehwirtschaft setzen außerdem die Treibhausgase Methan und Lachgas in immer größeren Mengen frei.

CO2-Emissionen pro Kopf

Die CO2-Emissionen pro Kopf betrugen 2011 in der Schweiz 13.6t CO2 eq im Jahr. Diese Zahl beinhaltet auch den Anteil an graunen Emissionen, die durch den Konsum von im Ausland produzierten Gütern verursacht wird. Weit geringer ist der Pro-Kopf-Ausstoß von CO2 in Entwicklungsländern.  Soll die globale Erwärmung auf maximal 2°C begrenzt werden – dieses Ziel hat sich die internationale Gemeinschaft gesetzt – müssen die weltweiten Emissionen stark sinken. Spätestens im Zeitraum 2015 bis 2020 muss der globale Anstieg der Treibhausgasemissionen gestoppt werden, um danach um mindestens fünf Prozent jährlich zu sinken. Da heutige und vergangene Emissionen so ungleich verteilt sind, müssen die Länder unterschiedlich große Anstrengungen unternehmen.
Das ist anspruchsvoll, aber realisierbar, wenn wir alle dazu beitragen. Notwendig sind politische Schritte beispielsweise hin zu einer Energieerzeugung aus 100 Prozent erneuerbaren Energieträgern. Aber auch jeder und jede einzelne kann viel tun, denn viele unserer Aktivitäten lassen sich klimafreundlicher gestalten. Ob Organisation, Privatperson oder Kirchengemeinde: Jeder sollte prüfen, wie und wo sich Treibhausgasemissionen vermeiden und reduzieren lassen. Und für den tatsächlich unvermeidbaren Rest? Gibt es die Kompensation über Projekte der Klima-Kollekte.
 
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