Unsere Projekte

energieeffizient kochen in Südindien (Foto: Schweizer)

Projekttypen

Alle Kompensationsprojekte der Klima-Kollekte unterstützen entweder den Ausbau erneuerbarer Energien oder tragen zur Steigerung der Energieeffizienz bei. Klima-Kollekte mischt verschiedene Projekttypen. Kriterien sind die Größe eines Projekts und damit die Menge eingesparter Emissionen, die Art eines Projektes und die geographische Lage.
Brot für die Welt - Evangelischer Entwicklungsdienst, Misereor und die Nordkirche Weltweit fördern Projekte in Ländern des Südens durch eigene Projekte mit ihren Partnerorganisationen vor Ort. Wir geben eine Mischung aus Zertifikaten nach dem Clean Development Mechanism (Certified Emissions Reductions - CER) und dem Freiwilligenmarkt (Voluntary Emission Reductions – VER) auf Gold Standard Niveau aus.
2014 und 2015 wurde folgende Menge an Treibhausgasemissionen kompensiert: 16.573 t CO2 in den Projekten in Indien und 353 t CO2 in unserem Projekt in Nicaragua. Weitere Zertifikate werden im laufenden Geschäftsjahr stillgelegt.

Woher stammen die Zertifikate?

Die Zertifikate, die Klima-Kollekte für die Kompensationen verwendet, werden nicht am Markt erworben, sondern von den Gesellschaftern eingebracht. Sie erzielen die Zertifikate, indem sie gemeinsam mit Partnern vor Ort Emissionseinsparprojekte entwickeln und durchführen und/oder ihre Partnerorganisationen bei der Entwicklung und Durchführung finanziell unterstützen. Klima-Kollekte profitiert hier von ihrer Anbindung an die Kirchen: So kann sie langjährige, gleichberechtigte Beziehungen zu Projektpartnern in den Entwicklungsländern und Schwellenländern nutzen. Derzeit führen wir Projekte in Indien, Nicaragua und in Ruanda sowie Kenia (in Vorbereitung) durch.
 
Unsere Projekte

• bauen Perspektiven durch dörfliche start-ups für Benachteiligte in armen Gegenden auf,
• stärken Frauen als Klein-Unternehmerinnen in der Dorfgemeinschaft,
• fördern die Gesundheit, sparen Energie und Zeit und
• unterstützen Partnerorganisationen beim Aufbau von sozialen Unternehmen, die zur finanziellen Eigenständigkeit beitragen sollen.

Kriterien und Zertifizierungsprozesse

Alle Projekte der Klima-Kollekte mit einer jährlichen CO2 Reduktion über 5.000 t CO2 sind Gold Standard zertifiziert.
Projekte mit einer jährlichen CO2 Reduktion unter 5.000 t CO2 müssen in Anlehnung an den Gold Standard entwickelt werden.

Energieeffiziente Kocher in Lesotho

Die überwiegende Fläche von Lesotho ist geprägt von Hochebenen, in denen bereits weite Teile des Buschwaldes abgeholzt sind. Klimawandel und Übernutzung der Ressourcen gefährden zusätzlich die Lebensgrundlagen.
Dies Projekt erfährt die erste Anschubfinanzierung aus dem Kleinstprojektefonds der Klima-Kollekte.

Energieeffiziente Öfen in Kenia

Drei Viertel der kenianischen Bevölkerung bestreiten ihren Lebensunterhalt aus Landwirtschaft und Viehzucht und sind damit auf eine intakte Umwelt angewiesen. Klimawandel, Abholzung und die Übernutzung der Ressourcen gefährden ihre Ernährung. Gewisse Arbeitsmethoden verstärken die negativen Einflüsse. Dazu gehört das Kochen auf offenem Feuer: Es braucht viel Holz und fördert damit die Abholzung.

LAYA - Energieeffiziente Brennholzöfen in Indien

Für die Frauen in Visakhapatam wird das Kochen immer mühsamer: Einerseits müssen sie lange Wanderungen auf sich nehmen, um Holz zu sammeln und andererseits sind die Frauen beim Kochen in den Hütten starkem Rauch ausgesetzt, der die Atemwege angreift und die Augen reizt.

ADATS - Biogasanlagen in Indien

Der Distrikt Kolar ist eines der rückständigen Gebiete Indiens. Die Familien befeuern zum Kochen traditionelle Öfen mit knappen Brennholz und teurem, schadstoffreichen Kerosin.

REDS - Photovoltaik Projekt in Indien

Die Dalits aus den Dörfern des Distriktes Tumkur, leben als „Unberührbare“ am Ende der gesellschaftlichen Hierarchie. Ihre seit Jahrhunderten übliche Diskriminierung äußert sich darin, dass sie vielerorts in separierten Siedlungen („colonies“) in einiger Entfernung vom Hauptdorf leben.

SEDS - Biogasanlagen in Indien

Der Distrikt Anantapur ist stark von Dürren gefährdet und seine natürlichen Ressourcen sind nahezu aufgebraucht. 98 % der ländlichen Bevölkerung nutzt zum Kochen Lehmöfen, die mit Holz befeuert werden, 90 % davon ist nicht erneuerbare Biomasse. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis das Holz aufgebraucht ist.